In der 13. Kalenderwoche 2018 veröffentlicht

weiter ...
zurück ...

Ostern: Familienfest oder nur noch Kommerz?

Freuen Sie sich schon auf die Feiertage? Warum auch nicht. Niemand will Ihnen den Spaß an den Festtagen verderben. Aber es sind eben mehr als „freie Tage“. Selbst wer nicht gläubig ist, kann in dieser Zeit die Chance nutzen, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Religiöse Feiertage sollen uns auf Abstand zum Alltag bringen. Eine Schande ist wie wir mit dieser geschenkten Zeit umgehen. Nachdem schon Allerheiligen zum Grusel-Spektakel „Halloween“ wurde und selbst das Christkind dem putzigen Geschenke-Packesel Santa Claus weichen musste, steht nun das höchste Fest der Christen an, um kommerzialisiert zu werden.
Es bedurfte nicht erst der hirnlosen Reklame eines überaus großen Buchhändlers der Ostern zum Hasenfest mutieren wollte. Unser Land ist seiner christlichen Wurzeln schon lange entfremdet. Stattdessen nötigt uns die Werbung zu Ostern Schokohasen in größeren Mengen einzukaufen, als wir sie vertilgen können – und es liegt in der perfiden Logik dieses Systems, dass die verschmähten Hasen eingeschmolzen, spätestens im November als Weihnachtsmänner wieder die Ladentheke befüllen. Geheimnis des Kommerz: In deinen Kreisläufen werden Ikonen zur Karikatur. Traurig aber wahr: Wir leben in einer „Spaß-Gesellschaft“. Sie kennt nur Genuss, keine Reue. Nur direkter Verbrauch und die Vorfreude auf die nächste Sensation dienen als Lebensmotivation. Indes erleben wir eine Schwächung des christlichen Glaubens. Wenn hierzulande überhaupt über Religion öffentlich gesprochen wird, dann vornehmlich über den Islam. („Gehört er nun zu Deutschland oder nicht“!) Ich kann´s nicht mehr hören! Katholiken und Protestanten kommen nur noch gemäß ihrer Verfehlungen vor. Politik und Wissenschaft haben die Grenzen ihres Denkens eng gezogen: Menschliches Leben wird allein auf den Ablauf zwischen Geburt und Tod reduziert.

Ein Ereignis gegen den hoffnungslosen Zeitgeist: Ostern hält dagegen:
Schon vor zwei Jahrtausenden stand das Ereignis gegen den hoffnungslosen Zeitgeist. Gott ist Mensch geworden und damit liegt sein Reich nicht im Jenseits, sondern in uns selbst. Die Passion Jesu Christi schildert, dass Glaube nicht vor Leid bewahrt. Eine Erkenntnis, die bei den Religionsverkäufern der Moderne noch ankommen muss. Christ sein hat nichts mit Wellness zu tun, bedeutet auch nicht, auf spirituellen Pfaden für den Erfolg im Job zu trainieren. Nein, Jesus hat auf Golgatha nicht „Shaka!“ gerufen, sondern „ Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“
Deutlicher kann man den natürlichen Zweifel an Gott und das Verzweifeln an ihm nicht ausdrücken, als sein Sohn es selbst getan hat. Stellvertretend für die Menschheit hat er gelitten und musste sterben. Last und Leid, Scheitern und Vergehen sind Teil des Lebens, aber nicht das Ende. Diesen Sieg des Lebens über den Tod feiern wir jetzt zu Ostern und nicht den Kommerz.
Die Freude über gutes Wetter, ein kräftige Sonne und die Blüte der Natur gehören zu diesem Fest. Gleichnishaft erleben wir mit dem Frühlingserwachen die Ur-Wahrheit: Was vergeht, wird wieder entstehen. Schade, wenn auch dieses Hochfest des Glaubens zur reinen Gaudi verkommen würde.
Es ist nicht Firmen vorzuwerfen, dass sie anlässlich religiös motivierter Familienfeiern den großen Reibach machen. Ein Rätsel ist, wie die Kirchen oftmals vergessen konnten, den Menschen zu erklären, was an Ostern gefeiert wird und warum es einen Grund zu aufrichtiger Freude gibt – Geschenke und bunte Eier inklusive. Womöglich haben sie zu lange an sich selbst - in der trügerischen Sicherheit geglaubt, das alles so weiterginge wie bisher – doch diese Zeiten sind vorbei. Die Spitzenvertreter des Christentums müssen lernen ihren Glauben zu erklären und für ihn zu begeistern. Sonst macht der Osterhase das Rennen und Jesus Christus wird zum verlorenen Sohn Gottes.

Der Ortsverein wünscht Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest im Kreise ihrer Familie und ihren Freunden.

Zurück zu Aktuelles

Login Intranet
Termine
Pressemitteilungen

BERG: „Absolut niemand darf zu einer Eheschließung gezwungen werden“

Die Generalsekretärin der SPD Saar, Petra Berg, unterstützt die Initiative...

REHLINGER: „Der lahme Vorschlag der Kommission baut keine digitalen Grenzen ab“

Anke Rehlinger kritisiert die jüngsten Pläne der EU-Kommission, Roaming-Gebühren im EU-Ausland nur für einen begrenzten Zeitraum auszusetzen.

Die stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Saar, Anke Rehlinger, kritisiert...

BERG: "Dreiste Unterstellung von Wolfgang Schäuble"

Zu den Vorwürfen Wolfgang Schäubles gegenüber Heiko Maas im Fall Lohfink...

Newsarchiv
Magazin

Beispiel Newsbeitrag

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod...

NEWS SPD-SAAR.de
02.02.2017
SR-Saartalk: Anke zeigt, wie es geht!
weiterlesen
23.01.2017
Außerordentlicher Landesparteitag 2017
weiterlesen
facebook flickr YouTube twitter