In der 4. Kalenderwoche 2018 veröffentlicht

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Warnstreiks in
der Metall- und Elektroindustrie im Saarland

Für den DGB dabei: Eugen Roth
IG Metall Warnstreik bei Regen und Sturm am 18. Januar 2018: Insgesamt 7000 zogen von der Congresshalle zur Saarlandhalle und verdeutlichten ihre Forderungen der Verhandlungsgruppe.

Eugen Roth, MdL, informiert:
Die Metall- und Elektroindustrie eröffnet 2018 den Reigen der Tarifverhandlungen. In der „Leitbranche“ der deutschen Wirtschaft herrschen gute Rahmenbedingungen: Die Produktion brummt und die Konjunkturprognosen sind gut, die Gewinne sprudeln und die Kassen sind voll. Es gibt hohe Beschäftigungsgrade. Alles in Ordnung könnte man meinen.

Die IG Metall fordert für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten.
Zudem will die IG Metall einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen. Das beschloss der Vorstand der Gewerkschaft im Oktober 2017 in Frankfurt - und bestätigte damit die Forderungen der gewählten Tarifkommissionen in den einzelnen Tarifgebieten, die zuvor darüber abgestimmt haben(vgl. www.igmetall.de).

Die verhandelnden Arbeitgeber
tun sich bisher insbesondere mit der Forderung nach befristeter Arbeitszeitreduzierung schwer. Die Forderung der IG Metall zur Arbeitszeit sieht vor, dass die Beschäftigten ihre regelmäßige Arbeitszeit künftig für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche reduzieren können. Danach besteht der Anspruch, auf die ursprüngliche Arbeitszeit zurückzukehren.

Dies soll für alle Tarifgebiete in West- und Ostdeutschland gelten. Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder unter 14 Jahren im Haushalt zu betreuen oder Familienangehörige zu pflegen, sollen einen fixen Zuschuss von 200 Euro pro Monat von ihrem Arbeitgeber erhalten. Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Arbeitszeitmodellen, die ihre Wahloption nutzen und ihre Arbeitszeit verkürzen, sollen ebenfalls einen Entgeltzuschuss erhalten. Er soll bei 750 Euro im Jahr liegen. "Damit wird auch für weniger gut Verdienende die Arbeitszeitreduzierung eine reale Option", so der IG Metall Vorsitzende Jörg Hofmann.

In Saarbrücken war vor der Congresshalle
richtig was los: Trotz strömendem Regen und angekündigtem Sturm kamen insgesamt 7000 Demonstrantinnen und Demonstranten zusammen. Sie ziehen mit Trillerpfeifen und Sambagruppe sowie Sit Inn am Ludwigskreisel der IG Metall – Jugend im strömendem Regen zur Saarlandhalle, dem Verhandlungsort der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland – Pfalz, Saarland).
Die Demonstranten werden vom 2. Bevollmächtigten der IG Metall Saarbrücken, Patrick Selzer, begrüßt. Redner sind der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Saarbrücken, Hans – Peter Kurtz, die Jugendvertreter Sören Sossong von ZF Getriebe und Lee Hirschel von der Robert – Bosch – GmbH sowie der Bezirksleiter Mitte, Jörg Köhlinger. Alle Redner erläutern insbesondere die Bedeutung selbstbestimmter Arbeitszeiten für die betriebliche Motivation und das Betriebsklima sowie die Familienfreundlichkeit gerade aus dem Blickwinkel junger Beschäftigter. Die Ertragslage, so die Gewerkschafter, ließe dies zu, insbesondere auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung.

Eines haben die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter jedenfalls eindrucksvoll demonstriert:

Sie stehen solidarisch ein für ihre demokratisch abgestimmten Forderungen und sind bereit, dafür das grundgesetzlich verankerte Streikrecht in Anspruch zu nehmen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob es dazu kommt.

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